![]() | TulpenmanieDenkt man heute an die Aktienmärkte, Börsenspekulanten, Finanzkrisen, Makler, Spieler und Finanzhaie jeder Sorte, kommen
einem gleich die großen Weltmetropolen mit ihren Börsen in den Sinn: London, Frankfurt, Dubai, Shanghai, Hong Kong, immer noch aktuell von
der New Yorker Wall Street angeführt. Kaum jemand weiß heute noch, wie das alles eigentlich angefangen hat und wo.
![]() Wer über Geld nicht verfügte, hatte die Möglichkeit mit Sachleistungen zu bezahlen. Ein wohlhabender Landwirt sollte für eine
Tulpe zwei Weizenwagen, vier Roggenwagen, sieben Ochsen, acht fette Schweine, zwölf Schafe, zwei Fässer Wein, vier Fässer Bier, 1000 Pfund
Käse, Bett, Kleidung und eine silberne Tasse oben drauf bezahlt haben. Schnell tauchten die ersten wahren Börsenspekulanten, Abenteurer aller
Art und unzählige Möchtegern-Träumer auf und der Lauf der Geschichte war nicht mehr zu bremsen. Man riskierte, spekulierte und phantasierte,
in der Hoffnung auf große Gewinne setzte man nahezu alles auf Spiel. Nicht nur, dass man für Tulpenzwiebeln immer wieder ein Vermögen ausgab:
Die Menschen nahmen hohe Kredite auf, man setzte sogar Immobilien, um an die Blumen und ihre Zwiebel ranzukommen, ein. Die erste Börsenblase
der Welt entstand und blähte sich gefährlich auf. Der Drang zum Reichtum war jedoch ungebrochen. Die Gefahren blendete man einfach aus, es
zählte nur Profit. Man handelte sogar mit Blumen, die gerade noch am Wachsen waren. Und als diese knapp wurden, ging es dann weiter mit Tulpen,
die noch nicht mal gepflanzt waren. In der Zeit war die Tulpe mit großen Abstand die teuerste Blume der Welt.
Lange lief alles gut, viele gelangten dank den Tulpen tatsächlich zu großem Reichtum. Doch dann kam das Jahr 1637. Die ins
Unermessliche aufgeblähte Börsenblase platzte plötzlich und stürzte die Menschen massenhaft in den Ruin. Panik brach aus, was blieb waren
Tränen, Trauer und Wut. Doch die erste Börsen Rallye der Welt mit dem darauffolgenden Börsencrash ging endgültig zu Ende. Es gab kein Zurück
mehr.
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